Vorgetäuschte Polizeikontrollen zur Gefahrenabwehr grundsätzlich zulässig (Bundesgerichtshof, Urt. v. 26.04.2017 – 2 StR 247/16)

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Vorgetäuschte Polizeikontrolle zur Gefahrenabwehr grundsätzlich zulässig (BGH, Urt. v. 26.04.2017 – 2 StR 247/16)

Leitsätze

  1. Es gibt weder einen allgemeinen Vorrang der Strafprozessordnung gegenüber dem Gefahrenabwehrrecht noch umgekehrt. Die Polizei kann auch während eines bereits laufenden Ermittlungsverfahrens aufgrund präventiver Ermächtigungsgrundlagen zum Zwecke der Gefahrenabwehr tätig werden.
  2. Ob auf präventiv-polizeilicher Grundlage gewonnene Beweise im Strafverfahren verwendet werden dürfen, bestimmt sich nach § 161 Abs. 2 Satz 1 StPO.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 26.04.2017 – 2 StR 247/16)