Einfacher Vorfahrtsverstoß begründet für sich genommen kein Vorliegen einer relativen Fahruntüchtigkeit (Amtsgericht Dessau-Roßlau, Beschl. v. 24.09.2014 ( 11 Gs 472/14, 11 Gs 472/14 – 694 Js 19521/14)

Einfacher Vorfahrtsverstoß begründet für sich genommen kein Vorliegen einer relativen Fahruntüchtigkeit (Amtsgericht Dessau-Roßlau, Beschl. v. 24.09.2014 ( 11 Gs 472/14, 11 Gs 472/14 – 694 Js 19521/14)

Leitsatz

Ausnahmsweise kann auch aus dem Verhalten des Fahrzeugführers bei der Kontrolle einen Rückschluss auf dessen Fahruntüchtigkeit gezogen werden, ohne dass ein alkoholbedingter Fahrfehler festgestellt werden kann. Das setzt aber Auffälligkeiten voraus, die sich unmittelbar auf eine Beeinträchtigung der Fahruntüchtigkeit beziehen, wie z.B. schwerwiegende Einschränkungen der Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit, mangelnde Ansprechbarkeit, Unfähigkeit zu koordinierter Bewegung und extrem verlangsamte Reaktionen.

 

(Amtsgericht Dessau-Roßlau, Beschluss vom 24.09.2014
11 Gs 472/14 – 694 Js 19521/14 -)