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Vermögensnachfolge: Erben & Vererben

Richtig Vererben: gesetzliche und gewillkürte Erbfolge

Mit dem Tode einer Person geht deren Vermögen auf eine oder mehrere Personen (Erben) über, vgl. § 1922 Abs. 1 BGB. Die gesetzliche Erbfolge ist in den §§ 1922 – 1941 BGB geregelt.
Gesetzliche Erben erster Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers. Kinder erben zu gleichen Teilen. Sind Kinder und Enkelkinder vorhanden, so erben nur die Kinder.

Gesetzliche Erben zweiter Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge. Leben zur Zeit des Erbfalls die Eltern, so erben sie allein und zu gleichen Teilen. Lebt zur Zeit des Erbfalls der Vater oder die Mutter nicht mehr, so treten an die Stelle des Verstorbenen dessen Abkömmlinge. Wenn Abkömmlinge nicht vorhanden sind, so erbt der überlebende Elternteil allein.

Das BGB kennt noch eine dritte Ordnung von Erben. Dies sind die Großeltern und deren Abkömmlinge.

Das gesetzliche Erbrecht in der Zugewinngemeinschaft

Ist der Erblasser im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet und hat er kein Testament errichtet, so bestimmt sich die Erbfolge danach, welche weiteren Verwandten des Erblassers bei dessen Tod vorhanden sind.

Neben Verwandten der ersten Ordnung (Abkömmlinge des Erblassers), erbt der Ehegatte gem. § 1931 Abs. 1 BGB ein Viertel. Leben die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, erhöht sich der Erbanspruch um ein weiteres Viertel, §§ 1931 Abs. 1, Abs. 3 BGB. Insgesamt beträgt der Erbteil des Ehegatten neben den Kindern  die Hälfte des Nachlasses. Dieser Erbteil ist als unabhängig von der Anzahl der Kinder.

Die Kinder sind zu gleichen Teilen Erben des restlichen Vermögens, § 1924 Abs. 1 BGB.

Soll der Ehepartner oder Lebenspartner als Vollerbe eingesetzt werden, geschieht dies über das Berliner Testament.