Düsseldorfer Tabelle

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Die Düsseldorfer Tabelle

Düsseldorfer Tabelle: Leitfaden zur Berechnung des Kindesunterhalts

Die Düsseldorfer Tabelle wird von den Gerichten zur Berechnung des Kindesunterhalts herangezogen. Nach der aktuellen Düsseldorfer Tabelle liegt der notwendige Selbstbehalt für Erwerbstätige, die für Kinder bis zum 21. Lebensjahr unterhaltspflichtig sind, bei 1.000,- EUR. Für nicht Erwerbstätige liegt der Selbstbehalt bei 800,- EUR. Bei volljährigen Kindern liegt der notwendige Selbstbehalt bei 1.200,- EUR.

 

 

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Neue Richtlinien bei Kindesunterhalt ab 01.01.2018

Ab dem 01.01.2018 gelten neue Richtlinien, wie viel Unterhalt getrennt lebende Eltern für ihre Kinder zahlen müssen. Dabei erhöht sich unter anderem der Mindestunterhalt für minderjährige Kinder.

Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle enthält Richtwerte der Oberlandesgerichte zur Berechnung eines angemessenen Kindesunterhalts. Zwar hat sie keine Gesetzeskraft, jedoch dient sie den Familiengerichten bereits seit 50 Jahren als Orientierung bei der Festsetzung des zu zahlenden Unterhalts. Zum 01.01.2018 treten einige wichtige Änderungen in Kraft, die für getrennt lebende Eltern interessant sein dürften.

Erhöhter Mindestunterhalt für minderjährige Kinder

Je nach Alter des Kindes und Einkommensgruppe des Unterhaltspflichtigen steigen die Unterhaltssätze um sechs bis zwölf Euro pro Monat an. In der ersten Altersstufe (0 bis 5 Jahre) hebt sich der monatliche Mindestunterhalt von 342€ auf künftig 348€. Kinder in der zweiten Altersstufe (6 bis 11 Jahre) sollen anstatt 393€ nun mindestens 399€ Unterhalt im Monat bekommen und in der dritten Altersstufe (12 bis 17 Jahre) statt 460€ mindestens 467€.

Dies führt auch zu einer Anhebung der Bedarfssätze in den Einkommensgruppen. In der 2. bis 5. Einkommensgruppe werden die Sätze jeweils um 5 Prozent angehoben. In der 6. bis 10. Einkommensgruppe steigt der Bedarfssatz um jeweils 8 Prozent des Mindestunterhalts.

Für den Unterhalt volljähriger Kinder ändert sich hingegen nichts: Noch zu Hause lebende Kinder sollen nicht überproportional mehr bekommen als allein lebende Erwachsene.
Nur der ausbildungsbedingte Mehrbedarf wird von 90€ auf 100€ erhöht.

Allerdings: Verschiebung der Einkommensgruppen

Außerdem werden erstmals seit 2008 die Einkommensgruppen angehoben. Die Tabelle beginnt nun mit einem bereinigten Nettoeinkommen bis zu 1900€ statt bisher mit 1500€. Sie endet ab sofort außerdem bei 5500€ statt 5100€ netto.

Aufgrund dieser Verschiebung um 400€ fallen viele Unterhaltspflichtige in eine niedrigere Einkommensklasse als bisher. Daher wird teilweise eine Verschlechterung des Unterhalts befürchtet.

Anrechnung des Kindergeldes

Schließlich ist bei der Unterhaltsberechnung das Kindergeld anzurechnen. Dieses wird ab 2018 für das erste und zweite Kind bei 194€ liegen, für das dritte Kind bei 200€ und für das vierte und jedes weitere Kind bei 225€. Während es bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte angerechnet wird, ist es bei volljährigen Kindern in vollem Umfang anzurechnen.

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