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Unterhalt gegenüber minderjährigen Kindern

Unterhalt gegenüber minderjährigen Kindern

 

Rechtsanwalt - Familienrecht/Kindesunterhalt - Köln

Die Unterhaltspflicht gegenüber gemeinsamen minderjährigen Kindern trifft vor und nach der Scheidung beide Eltern zu gleichen Teilen. Diese Verpflichtung erfüllen die Eltern in der Ehe regelmäßig, indem sie gemeinsam ihr Kind erziehen und versorgen. Leben die Eltern getrennt, werden die Unterhaltspflichten in der Regel aufgeteilt.

Bar- oder Naturalunterhalt?

Lebt das minderjährige gemeinsame Kind dauerhaft bei einem Elternteil, so ist der andere Elternteil grundsätzlich zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet. Diese Form des Unterhalts wird als Barunterhalt bezeichnet. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, erfüllt seine Unterhaltspflicht grundsätzlich durch die Betreuung und Versorgung des Kindes. Dabei handelt es sich um den Naturalunterhalt.

Vereinbaren die Eltern nach ihrer Trennung, das Kind im Wechselmodell zu betreuen, haben beide Elternteile für den Barunterhalt des Kindes aufzukommen. Der Unterhaltsbedarf ergibt sich dabei unter anderem aus dem Einkommen der Eltern sowie der Mehrkosten, die durch das Wechselmodell entstehen (Unterhalt bei Wechselmodell).

Höhe der Ansprüche richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle

Als Leitlinie zur Bemessung des Barunterhalts dient in aller Regel die sogenannte Düsseldorfer Tabelle. Das Oberlandesgericht Düsseldorf stellt darin regelmäßig Zahlbeträge fest, die mit Blick auf das Kindesalter und das Einkommen des Zahlungspflichtigen angemessen sind. Grundsätzlich ist von den Beträgen der Tabelle die Höhe des Kindergeldes abzuziehen, wenn der betreuende Elternteil dieses bezieht. Darüber hinaus können diverse weitere Faktoren die Höhe der Unterhaltspflicht beeinflussen, die hier nicht abschließend dargestellt werden können.

Informationen zu der Düsseldorfer Tabelle ab dem 1. Januar 2018 finden Sie hier.

Mehr- und Sonderbedarf

Neben die regelmäßigen Unterhaltspflichten können Mehr- und Sonderbedarfe treten, die die Eltern grundsätzlich anteilig nach ihren Einkommensverhältnissen zu tragen haben. Beispiele für Mehr- und Sonderbedarfe sind Kosten für langfristigen Nachhilfeunterricht und besonders hohe Arztrechnungen.
Elternteile, die sich abwechselnd um das Kind kümmern, erfüllen ihre Unterhaltspflicht regelmäßig durch die jeweilige Betreuung und Versorgung. Doch auch hier bestehen Geldansprüche: Es kann zu Ausgleichszahlungen kommen, wenn sich die Zeitanteile der Kinderbetreuung, das Maß an Verantwortung für das Kind oder die Einkommen unterscheiden.

Leistungsbefreiung

Ein Elternteil ist von der Pflicht zur Unterhaltszahlung befreit, wenn ihm sonst zu wenig Mittel für seinen eigenen Lebensunterhalt bliebe. Die Leistungsbefreiung tritt aber nur ein, wenn zur Sicherung des Lebensunterhalts alles Zumutbare versucht wurde. Hierzu zählen insbesondere intensive Bemühungen um einen Arbeitsplatz. Sind beide Elternteile leistungsunfähig, kann die Unterhaltspflicht auch auf die Großeltern übergehen.

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