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Personen- und Vermögenssorge

Personen- und Vermögenssorge

Das Sorgerecht umfasst die Personensorge und die Vermögenssorge. Von der Personensorge umfasst sind die Pflege, die Erziehung und die Beaufsichtigung des Kindes. Auch die Bestimmung des Aufenthalts unterliegt der Personensorge.

Mit dem Recht der sorgeberechtigten Eltern korrespondiert die Pflicht das Einkommen und Vermögen des Kindes in dessen Interesse zu verwalten (= Vermögenssorge).

Sind beide Eltern sorgeberechtigt, so bedarf es bei Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung der Zustimmung beider Elternteile. Solche Angelegenheiten sind zum Beispiel der Wohnort des Kindes, ein Schulwechsel oder die Entscheidung über eine Operation. Angelegenheiten des täglichen Lebens kann hingegen jeder Sorgeberechtige selbst vornehmen. Hierzu gehören zum Beispiel Arztbesuche bei leichten Erkrankungen, der Kauf von Kleidung oder die Unterstützung bei Hausaufgaben.

Alleiniges Sorgerecht

Das Gericht trifft von sich aus keine Entscheidung über das Sorgerecht. Eine solche Entscheidung muss von einem Elternteil beantragt werden. Wenn der andere Elternteil der Übertragung des Sorgerechts auf den anderen Elternteil nicht zustimmt, so wird das Gericht das alleinige Sorgerecht nur aussprechen, wenn dies dem Kindeswohl am ehesten entspricht. Ob dies der Fall ist, ist immer vom Einzelfall abhängig.