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Krankheit

Krankheit

Anspruch auf Lohnfortzahlung

Im Krankheitsfall hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Lohnfortzahlung. Allerdings führt nicht jede Krankheit automatisch zur Arbeitsunfähigkeit, sondern nur eine solche, die den Arbeitnehmer daran hindert, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber unverzüglich mitteilen, dass er arbeitsunfähig ist. Zudem muss er dies durch ein Attest nachweisen. Hätte der Arbeitnehmer aus anderen Gründen während der Krankheitsphase ohnehin nicht arbeiten können, so entfällt der Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Unverschuldeter Eintritt der Arbeitsunfähigkeit

Der Entgeltfortzahlungsanspruch besteht, wenn die Arbeitsunfähigkeit unverschuldet eingetreten ist. Dies ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn der Arbeitnehmer wegen alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit einen Verkehrsunfall verursacht oder eine Rotlicht zeigende Ampel missachtet hat. Bei einer Alkoholerkrankung liegt nicht ohne weiteres eine verschuldete Arbeitsunfähigkeit vor, denn es kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine Alkoholerkrankung stets selbstverschuldet ist. Übt der Arbeitnehmer eine Sportart aus und ist hierfür richtig ausgerüstet und mit der Sportart auch nicht offensichtlich überfordert, ist eine durch das Ausüben des Sports bedingte Krankheit in der Regel nicht verschuldet (eine Ausnahme gilt bei Kickboxen).